Alpentour 2019 - Tag 2 Cortina - Falcade

Lange Anstiege,atemberaubende Ausblicke und tolle Trails
Alpentour 2019 – von Cortina d´Ampezzo nach Riva del Garda                                                                                                             

Bericht : Bernd Bauer  

Strecke: 53 km – 1650 Hm
Weg : Cortina d’Ampezzo – Pocol - Rifugio 5 Torri - Rifugio Averau - Strada de la Vena - Col - Colle Santa Lucia - Caprile - Canale d Agordo - Falcade

Am Sonntagmorgen starteten wir gegen 9:30 zu unserer 1. Tagesetappe nach Falcade.  Die ersten 8 km mussten wir auf der Passstrasse zum Falzaregpass zurücklegen. Das war zum Einfahren der Muskulatur zwar gut, jedoch bekamen wir den PKW und Busverkehr "hautnah" zu spüren. Was zeitweise nervig war. Auf dem Plateau der Passhöhe zweigte dann der Schotterweg zu den 5 Torri ab und wir waren fortan auf einem schmalen Bergsträßchen unterwegs.Steigungen bis nahe 18% brachten das Blut zum ersten Mal auf Temperatur.Das sollte aber an diesem Tag nicht das letzte Mal gewesen sein. Denn, ohne Pause hieß es nun die Bikes schiebend die nächsten 2,5 km und 380 Hm zum Rifugio Averau auf 2413 m Meereshöhe hinauf zu katapultieren. Was auf dem teilweise tiefen, losen Schotter zusätzlich anstrengend war. Aber der Lohn der Mühen blieb nicht aus. Denn der 360°´Rundumblick zählt zu den schönsten der Alpen. Nach einer Pause zur Stärkung und natürlich, vielen Fotos machten wir uns auf die  Abfahrt über 17 km und 1500 Hm Ab dem Rifugio Fedare fuhren wir die Passstrasse des Passo Ciau hinunter bis zum Abzweig zum kleinen Weiler Bonata, dort fuhren wir hinauf und weiter bis zum Weiler Troi, wo das Sträßchen wieder in zwei Feldwege einmündete. Wir wollten den abwärtsführenden Weg nach Santa Lucia nehmen. Jedoch riet uns ein Jungbauer davon ab, weil Bäume im Weg lagen. Er riet uns den aufwärtsführenden Fortsweg zu nehmen, welcher in einen ca. 500m langen Pfad übergehen würde.
Und wir folgten seinem Rat. Die ersten 200m war der Forstweg noch fahrbar………dann bog er nach rechts ab……Als wir um die Kurve kamen sahen wir dass dieser Pfad in einem abgerutschten Hang weiterverlief. Der Hang war ca. 45° steil und der Pfad war max. 0,5 – 1 m breit. Man sah ihn nur vielleicht 50m ein, dann verschwand er wieder hinter einer Biegung, mehr war davon nicht zusehen…….Und das ging 3-4 mal so. Dazwischen mussten wir mit dem Bike unter einem Felsüberhang durchkriechen, dabei mussten wir die Bikes frei über dem Abgrund schwebend neben uns hertragen……. Wir wußten alle nicht wie lange doch 500m sein können.
Ein großes Lob muss ich hier nocheinmal meiner Elke aussprechen, die dies alles ohne zögern und schimpfen mitgemacht hat. ( du bist die Grösste), ungefährlich war die Situation nicht.
Als dann der Weg wieder breiter wurde und wir den Rest abfahren konnten, waren alle froh, dass nichts passiert ist. In Fossal kehrten wir dann an einem kleinen Imbisstand einen prima Toast serviert bekamen und natürlich zischte das erste Bier die Hälse hinunter , das es nur so eine Pracht war. Wir genossen die tolle Aussicht. Bevor es dann wieder hieß die letzten ca.100 Höhenmeter hinauf nach Colle Santa Lucia zu bezwingen.

Nach einem kurzen Foto an der Kirche, ging´s dann auf die Forstwegabfahrt in Richtung Caprile di Alleghe. Nach ca. der Hälfte der Abfahrt wurden wir urplötzlich durch eine schreckliche Aussicht auf den durch einen Sturm im Oktober 2018 verwüststen Wald aufgeschreckt. Fast apokalyptisch mutete das Szenario an, was sich da oberhalb von Caprile darbot. Auch am Berg auf der anderen Talseite sah es übel aus.
Von Caprile fuhren wir dann auf dem Talweg weiter nach Alleghe. Schließlich folgte der Schlussanstieg über 4 km und 400 Höhenmeter zum Tagesziel, dem Hotel Bevedere in Falcade. 
Wir stellten unsere Bikes in der Rad-/Skikeller und nahmen sogleich ein erstes Erfrischungsgetränk zu uns und genossen die herrliche Aussicht auf der Terasse. Das Hotel bietet ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Wir hatten schöne, urige Zimmer und das Frühstück und Essen a la Carte lies keine Wünsche offen. Auch hier, auf jeden Fall sehr empfehlenswert.
Wie üblich saßen wir nach dem Abendessen noch in der Bar bei einem Bierchen zusammen und besprachen den nächsten Tag, welcher der längste und schönste dieser Tour werden sollte.
 
- Ende Tag 2 -

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